Vereinsgründung 1998 brachte die Elbmetropole auf den Radar der internationalen Kreuzschifffahrt

Auf der Jahresmitgliederversammlung von Hamburg Cruise Net e.V. (HCN) am 22. November 2018 im Grand Elysée Hamburg wurde Frank Horch die Ehrenmitgliedschaft übertragen. HCN-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Behn dankte dem Senator a.D. für seine Verdienste um die Kreuzschifffahrt in Hamburg. Er habe großen persönlichen Anteil an der Entwicklung des Vereins und dessen Ausrichtung als übergreifende Branchen- und Marketingplattform.

Während seiner Amtszeit als SVereinsgründung 1998 brachte die Elbmetropole auf den Radar der internationalen Kreuzschifffahrt
Auf der Jahresmitgliederversammlung von Hamburg Cruise Net e.V. (HCN) am 22. November 2018 im Grand Elysée Hamburg wurde Frank Horch die Ehrenmitgliedschaft übertragen. HCN-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Behn dankte dem Senator a.D. für seine Verdienste um die Kreuzschifffahrt in Hamburg. Er habe großen persönlichen Anteil an der Entwicklung des Vereins und dessen Ausrichtung als übergreifende Branchen- und Marketingplattform.
Während seiner Amtszeit als Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation stand Frank Horch zuletzt als Vorsitzender des Kuratoriums von Hamburg Cruise Net dem Verein als Berater und Förderer zur Seite. Er gehörte zu den maßgeblichen Initiatoren der 2014 ins Leben gerufenen Kreuzschifffahrtsinitiative und unterstützte nach Ablauf der dreijährigen Projektzeit deren weiteres Fortbestehen. Der Change-Prozess mündete 2017 in der Neugründung von Hamburg Cruise Net in seiner jetzigen Form und Bestimmung. Dabei setzte sich Frank Horch, der bis 1974 in Hamburg Schiffbau studiert hatte, insbesondere für die Vernetzung und Zusammenarbeit von privaten und staatlichen Akteuren der maritimen Wirtschaft ein.

„Es sei seine erste Ehrenmitgliedschaft“, erklärte Frank Horch. Er werde der Kreuzschifffahrt, die ihm immer sehr am Herzen gelegen habe, weiter verbunden bleiben. Er erinnere sich noch gut an die Anfänge: „Wenn ich mit meinem Segelboot in Kopenhagen an der Langelinie festmachte, wunderte ich mich immer, wie viele Kreuzfahrtschiffe dort lagen. Es lag auf der Hand, dass auch Hamburg mit seinen touristischen Angeboten und seiner Attraktivität große Chancen als Kreuzschifffahrtsstandort besaß. Das hat sich rückblickend ja auch bestätigt. Dazu kommt noch die Faszination des Hafens, mit Blick auf den Michel, die Landungsbrücken, die Traditionsschiffe und die Elbphilharmonie. Kein Hafen liegt so stadtnah wie Hamburg. Vor diesem Hintergrund stellen die drei Kreuzfahrtterminals in der HafenCity, in Altona und auf Steinwerder wichtige Investitionen für die Zukunft dar. Ich darf sagen, dass ich mich sehr glücklich schätze, dass wir es geschafft haben, eine attraktive Stadt wie Hamburg auf der Weltkarte der Kreuzschifffahrt auch international zu positionieren.“

Zwanzig Jahre Vereinsgeschichte spiegeln den Erfolg
Hamburgs rasanter Aufstieg zur angesagten Kreuzschifffahrtsmetropole ist untrennbar mit der Gründung des Hamburg Cruise Center e.V. im Jahr 1998 verbunden. Zwei Dekaden später trägt das Netzwerk den Namen Hamburg Cruise Net e.V. (HCN) und gilt mit mehr als 115 Mitgliedern als erfolgreiches Beispiel für das gemeinsame Engagement von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft im Rahmen einer Private Public Partnership.
Von Anfang an war es die Idee, in der Hamburger Wirtschaft eine Kreuzfahrtcommunity aufzubauen, die sich gegenseitig befruchtet und zur Problemlösung beiträgt. „Unter den Kreuzfahrtmetropolen hat Hamburg hier ein Alleinstellungsmerkmal“, erklärt Dr. Stefan Behn, heute HCN-Vorstandsvorsitzender und früher HHLA-Vorstand. Gemeinsam mit Reinhard Wolf, stellvertretender HCN Vorstandsvorsitzender und Syndikus der Handelskammer a.D., gelang es ihm damals, 20 Gründungsmitglieder als Initiatoren für Hamburg Cruise Center e.V. zu gewinnen. Erster Geschäftsführer war der langjährige Direktor des Hotels Atlantic, Karl Theodor Walterspiel. Seine Nachfolge trat Dirk Moldenhauer an, ehemals Kapitän und ausgewiesener Kreuzfahrtexperte. Seit 2015 führt Matthias Rieger die Geschäfte und den Change-Prozess.

Auf der Agenda des Vereins standen bei der Gründung zunächst zwei zentrale Ziele: 1. Mehr Kreuzfahrtreedereien für Hamburg zu gewinnen und 2. die wirtschaftliche Bedeutung der Branche für den Standort in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der politischen Handlungsführer zu rücken. Stein des Anstoßes für die Vereinsgründung war für Dr. Stefan Behn auch ein persönliches Erlebnis. Er befand sich an Bord der „Queen Elizabeth II“, als diese 1997 Hamburg anlief. Die Abfertigung empfand er als „missglückt“. Für Schiff, Reisende und Gepäck war der historische Passagier-Anleger an der Überseebrücke schlicht zu unterdimensioniert. Das sollte sich so nicht wiederholen. Für die Kreuzschifffahrt in der Hansestadt musste etwas getan werden.

Zu den ersten Höhepunkten in der Vereinsgeschichte gehörte 1999 die Taufe der „Europa“ der Reederei Hapag-Lloyd. In den 90er Jahren spielten Passagierschiffe für Hamburg noch eine marginale Rolle. Es fehlte die Infrastruktur und umgekehrt bei rund 10.000 Passagieren pro Jahr auch irgendwie die Notwendigkeit, in diese zu investieren. Größere Kreuzfahrtschiffe legten gewöhnlich am Schuppen 73 am Terminal Kuhwerder an. Der Verein sondierte Alternativen und suchte geeignete und tragfähige Kaianlagen, die näher am Zentrum lagen. Vier Jahre nach der Gründung zeigten sich erste Marketingerfolge: 36 Passagierschiffe kreuzten insgesamt 58-mal in Hamburg auf. Einen richtigen Liegeplatz mit Abfertigungsgebäude gab es erst 2004. Auf den ehemaligen Industrie- und Gewerbeflächen am Grasbrook ging das derzeit in der Umgestaltung befindliche Kreuzfahrtterminal Hamburg Cruise Center HafenCity an den Start. Mit der „Queen Mary II“ stellte sich am 19. Juli 2004 das zu dieser Zeit größte und teuerste Kreuzfahrtschiff der Welt an der Elbe vor. Die Cunard-Line wollte ihren Star auf dem europäischen Markt präsentieren. Bei der Routenplanung konnte sich Hamburg – auch dank Empfehlung des Vereins – erfolgreich ins Gespräch bringen. Es wurde ein fulminanter Anlauf mit zünftiger Musik, fontänensprühenden Feuerlöschbooten und rund einer halben Million Besucher an der Pier. Die Begeisterung der Hamburger und die großartige, vom Verein mit organisierte Empfangskultur machten Eindruck. Auch die Nachfrage bei den Buchungen stieg. Seit dem gehört die „Queen Mary II“ zu den immer wieder gern gesehenen Stammgästen und ein herzliches Willkommen zur guten Tradition.

Der Anlauf markierte auch für die HafenCity einen Wendepunkt. Die eleganten Kreuzfahrtschiffe ließen die Vorbehalte manch Hamburger gegenüber der Riesenbaustelle schmelzen und erhöhten die Attraktivität des neuen Viertels. Von städtischer Seite verantwortlich für die Entwicklung des Quartiers ist die HafenCity GmbH. Sie gehört zu den starken Partnern des Vereins. Das trifft auch auf die Reederei
AIDA zu. „Hamburg ist es gelungen, mit dem deutschen Kreuzfahrtmarkt zu wachsen“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Mittlerweile hat sich die Hansestadt auf der Kreuzfahrtkarte und in den Fahrplänen renommierter Reedereien wie MSC Kreuzfahrten oder TUI Cruises etabliert. Der Elbmetropole kommen dabei sowohl die drei Kreuzfahrtterminals sowie ihr reiches und breitgefächertes Kulturangebot zugute. Gäste, die in Hamburg auf- oder absteigen können ihre Seereise ideal mit einem Städtetripp verbinden. Wurde Hamburg früher von den Kreuzfahrtreedereien vorrangig als Transithafen genutzt, so hat sich das Bild gewandelt. Die Hansestadt fungiert heute überwiegend als sogenannter Turnaround-Hafen. Das heißt hier findet der Passagierwechsel statt, hier beginnt oder endet die Reise. „Unser Ziel ist es, dass die Seereisenden zufrieden sind und viele positive Eindrücke aus Hamburg mit nach Hause nehmen“, unterstreicht Dr. Stefan Behn. Für die Qualität bei der Abfertigung wurde Hamburg mittlerweile mehrfach ausgezeichnet. Besonderes Plus ist die hier zentral versammelte Standortkompetenz. Mehr als 4.000 Beschäftigte arbeiten in der Metropolregion Hamburg in der Kreuzschifffahrtsbranche. Die Breite der verbundenen Dienstleistungen spiegelt sich in der Mitgliederstruktur des Vereins wieder: Reedereien, Agenten, Hafenfirmen, Schiffsausrüster, Gastronomie- und Hotelbetriebe sowie städtische Organisationen gehören u.a. zum Netzwerk.

Im vergangenen Jahr änderte sich mit der Struktur auch der Name: aus Cruise Center Hamburg wurde Hamburg Cruise Net. Im Zuge der Neuausrichtung übernahm die neugegründete Cruise Gate Hamburg GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Hamburg Port Authority, neben der Terminal-Betreibung auch die Reederei-Akquise. Als Dachgesellschaft für die Kreuzschifffahrt in Hamburg konzentriert sich der HCN e.V. nun auf die Initiierung und Koordinierung von Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Kreuzfahrtstandortes Hamburg. Dabei stehen die Handlungsfelder Nachhaltigkeit, Prozessoptimierung, Marketing, Tourismus, Aus- und Weiterbildung, Unternehmensansiedlung und Innovation im Fokus. Zu diesen Themen arbeitet der HCN mit seinen Mitgliedern und Partnern in verschiedenen Arbeitsgruppen an konkreten Themen und Optimierungsmöglichkeiten.

Personalien: Micheal Otremba und Dennis Tetzlaff verstärken den Vorstand
Auf der Jahresmitgliederversammlung wurde als neues Mitglied Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH sowie der Hamburg Marketing GmbH, aufgenommen. Dennis Tetzlaff, Direktor Nautical Fleet bei TUI Cruises, tritt die Nachfolge von Tine Oelmann, die seit Anfang des Jahres den neu geschaffenen Bereich Destination Management & Operations bei TUI Cruises leitet. In ihrer Funktion bestätigt wurden: Dr. Stefan Behn als Vorsitzender des Vorstands (ehem. HHLA-Vorstand); Reinhard Wolf (Syndikus der Handelskammer a.D.) als sein Stellvertreter sowie Sacha Rougier (Managing Director Cruise Gate Hamburg GmbH), Hansjörg Kunze (Vice President Communication & Sustainability, AIDA Cruises), Giselher Schultz-Berndt (Geschäftsführer HafenCity Hamburg GmbH) und Michael Zengerle (Geschäftsführer MSC Kreuzfahrten Deutschland).
Geschäftsführer: Matthias Rieger.

Pressekontakt
Birte Pyczak
-Projektmanagerin-
Hamburg Cruise Net e.V.
Wexstrasse 7
20355 HAMBURG
Tel. +49 40 300 51 397
Fax: +49 40 300 51 210

E-Mail: pyczak@hamburgcruise.net
Web: www.hamburgcruise.net

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