Die Cruise Gate Hamburg GmbH (CGH) kann erneut sehr zufrieden mit der diesjährigen Kreuzfahrt-Saison sein. Für die drei Hamburger Terminals erwartet der Terminalbetreiber wieder ein eindeutiges Wachstum gegenüber dem Vorjahr: 220 Anläufe und 915.000 Passagiere kann CGH für 2018 verbuchen (2017: 198 Anläufe, 813.000 Passagiere). Damit werden auch die Prognosen von ursprünglich 880.000 erwarteten Passagieren für diese Saison übertroffen. Betrachtet man die Entwicklung zwischen 2015 und 2018, ergibt sich eine Wachstumsquote von insgesamt 76 Prozent.

Nachhaltige Entwicklung des Kreuzfahrttourismus

Sacha Rougier, Geschäftsführerin der CGH: „Mit diesem Wachstum liegen wir derzeit weit über der normalen europäischen Marktentwicklung. Im weltweiten Ranking der Heimathäfen befindet sich Hamburg unter den Top 20, und liegt bei den Wachstumszahlen sogar noch vor Heimathäfen wie Sydney oder Miami. Aber mit Blick auf die Erfolge seit 2015 – CGH kann eine sehr positive Bilanz vorweisen – wissen wir auch: Das ist für die Zukunft kein Selbstläufer. Wir brauchen weiterhin in Hamburg optimale Rahmenbedingungen und den Zuspruch der Reedereien, um diese Erfolgsstory weiter entwickeln zu können. Oberste Prämisse der Stadt für die Entwicklung der Kreuzfahrt ist „environmental sustainability“, also ökologisch nachhaltiges Wachstum. Es ist unser Bestreben, ein grüner Hafen zu sein.“

Gemeinsam mit der Stadt und dem Mutterunternehmen Hamburg Port Authority (HPA) verfolgt CGH konsequent das Ziel einer umweltfreundlichen Energieversorgung an allen Kreuzfahrtterminals. In Steinwerder besteht die Möglichkeit, Schiffe während der Liegezeit über einen Lkw mit schadstoffarmen Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) zu versorgen. Am Altonaer Kreuzfahrtterminal können die Cruise Liner seit 2016 am Liegeplatz die Motoren ruhen lassen und über die einzige Landstromanlage Europas umweltfreundlich Strom ziehen. Dadurch konnte in der Kreuzfahrtsaison 2017, im Hamburger Hafen der CO2-Ausstoß um gut 200 Tonnen, in 2018 um 458 Tonnen reduziert werden. Eine weitere Landstromanlage ist auch für das neue Terminal in der HafenCity geplant, welches 2022 seinen Betrieb aufnehmen soll. Eine konsequente Erhöhung der Landstrom- und Flüssiggas-Versorgung für Schiffe am Liegeplatz ist auch eines der Ziele des Hamburger Luftreinhalteplans. 2017 wurde der Plan in erweiterter Fassung neu verabschiedet und rückt unter anderem die Situation im Hafen in den Fokus. Ziel ist es, bis 2025 insgesamt 1.160 Tonnen an Stickoxid-Emissionen bei der Schifffahrt im Hafen einzusparen.
„Wachstum und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus, im Gegenteil: Die aktuellen Passagierzahlen zeigen sehr eindrücklich, dass Wachstum und das Ergreifen von zahlreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit miteinander einhergehen können“, so Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH.

Erstanläufe und Event-Highlights 2019

Auch im kommenden Jahr wartet Hamburg mit zahlreichen Highlights für Kreuzfahrtinteressierte auf. So laufen diese sieben Ozeanriesen zum ersten Mal die Hansestadt an: Mein Schiff 2, Hanseatic Nature – die in Hamburg auch getauft werden wird – und Hanseatic Inspiration, MS Roald Amundsen, World Explorer, Costa Smeralda und MSC Grandiosa, die im November auch in der Hansestadt getauft werden wird. Die Reedereien mit den meisten Passagieren werden AIDA Cruises und MSC Cruises sein, gefolgt von TUI Cruises, Cunard Line und Costa Cruises.

Hamburg Cruise Days 2019 mit mehr Schiffen denn je

Zur wachsenden Beliebtheit von Kreuzfahrten tragen nicht zuletzt auch publikumswirksame Events wie die Hamburg Cruise Days bei. Das international beliebte maritime Event wird vom 13. bis 15. September 2019 erneut hunderttausende kreuzfahrtbegeisterte Besucher aus aller Welt in den Hamburger Hafen locken und stellt damit neben dem Hafengeburtstag (10.-12.5.2019) eine der wichtigsten Eventsäulen für die Hansestadt dar.

„Die Hamburg Cruise Days und das Blue Port-Konzept von Michael Batz tragen maßgeblich dazu bei, dass die Hamburger und Gäste die besondere Austrahlung und maritime Identität der Stadt erleben und spüren können. Mit der Mischung aus Qualitätsanspruch und emotionaler Inszenierung des Hafens unterstreichen wir einmal mehr, dass Hamburg über den erlebnisreichsten Hafen der Welt verfügt“, so Michael Otremba.

Die Bedeutung der Hamburg Cruise Days für die Branche spiegelt sich auch in dem seit Jahren wachsenden Engagement der Reedereien auf dem Event. So rechnen die siebten Hamburg Cruise Days im kommenden Jahr mit einer neuen Rekordbeteiligung: Insgesamt 12 Kreuzfahrtschiffe werden am Hamburg Cruise Days Wochenende die Hansestadt anlaufen. Mit dabei sind AIDAperla, AIDAsol, AIDAvita (alle AIDA Cruises), Amadea (Phoenix Reisen), Costa Mediterranea (Costa Kreuzfahrten), EUROPA und EUROPA 2 (beide Hapag-Lloyd Cruises), Mein Schiff 4 (TUI Cruises), MSC Preziosa (MSC Kreuzfahrten), World Explorer (nicko cruises) sowie die beiden Flusskreuzfahrtschiffe Frederic Chopin (nicko cruises) und Sans Souci (Plantours). Bereits heute, knapp ein Jahr vor dem Event, stehen zahlreiche Partner und Sponsoren der Veranstaltung fest: AIDA Cruises ist auch 2019 wieder Premiumpartner des Events, und auch MSC Kreuzfahrten und Hapag-Lloyd Cruises haben bereits Verträge unterzeichnet.

Neben den Reedereien engagieren sich weitere Partner wie z.B. Blohm & Voss, die Holsten Brauerei und der Holzhafen Hamburg. Gespräche mit weiteren Sponsoren dauern derzeit an. Unumstrittenes Highlight des Events wird auch 2019 wieder die Große Hamburg Cruise Days Parade. Am Abend des Eventsamstags werden insgesamt 5 Kreuzfahrtschiffe – begleitet von 20 Begleitschiffen und einem großen Feuerwerk – gemeinsam elbabwärts schippern: Angeführt wird die Parade von AIDAperla und Fähren der HADAG, außerdem nehmen EUROPA, MSC Preziosa, Mein Schiff 4 und World Explorer an der Parade teil. Diejenigen, die nicht live dabei sein können, werden die Parade wie in den vergangenen Jahren in einer Live-TV-Sendung des NDR mitfolgen können.

Neue stimmungsvolle Inszenierung am Event-Freitag

Einen weiteren Höhepunkt und gleichzeitig eine Premiere planen die Veranstalter bereits am Freitagabend: Hier wird es erstmalig eine spektakuläre Licht- und Laserinszenierung geben, die, untermalt mit Pyroeffekten und sphärischer Soundkulisse, die Elbe, die vor Anker liegenden Schiffe und die Hafenkante optisch zu einer Einheit verbindet. „In den vergangenen Jahren war das Feuerwerk am Freitagabend immer schon ein besonderes Highlight“, so Veranstalter Uwe Bergmann. „Mit dieser neuen Inszenierung möchten wir den Auftaktabend des Events noch weiter aufladen und den Zuschauern hier etwas ganz Besonderes bieten. Wir sind sicher, dass diese Performance einzigartige Bilder des Hafens erzeugen wird.“ Abwechslung und Neuerungen hat die Veranstaltung auch an Land zu bieten. Neben den Präsentationen der Reedereien erwarten die Besucher auch 2019 wieder viele unterschiedliche Themeninseln auf der Eventmeile zwischen den Cruise Centern HafenCity und Altona.

Neue Impulse für die Branche: das Business Deck

Die strategische Entscheidung, das Publikumsevent Hamburg Cruise Days mit internationalen Branchenveranstaltungen wie der europäischen Leitmesse Seatrade Europe zu verknüpfen, hat sich bereits in den Eventjahren 2015 und 2017 bewährt und Hamburg weiter als Kompetenzzentrum für die internationale Kreuzfahrtbranche etabliert. Diese Verbindung wird 2019 weiterentwickelt und auf ein neues Level gehoben: Mit der Einführung des „Business Deck“, einem neuen Fachworkshop-Format, wollen die Hamburg Cruise Days künftig einen eigenen fachlichen Schwerpunkt und Impulse für die Zukunft der Kreuzfahrt setzen. Das Business Deck findet erstmals am 13. September 2019 statt; als wissenschaftlichen Kooperationspartner konnten die Hamburg Cruise Days die renommierte EBC Hochschule gewinnen. „Das Business Deck versteht sich als inspirierende Plattform für den Branchendialog“, erklärt Veranstalterin Katja Derow das neue Konzept. „Wir wollen Diskussionen auf Augenhöhe über die Herausforderungen der Branche anstoßen, Lösungsansätze über Grenzen hinweg entwickeln und Impulse setzen. Eine internationale, vielfältige und gezielte Zusammenstellung der Teilnehmer wird dem Workshop dabei Gewicht und Strahlkraft verleihen.“

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